Ist es Rotz oder Spucke, Kind? Vom grauslichen Alltag mit Kindern

Manchmal ist das Leben mit Kindern bis zu einem gewissen Alter schon grauslig. Finden Sie nicht?Ja, Sie haben Recht, Baby-Kacke, die ausschließlich durch Muttermilch entstanden ist, die riecht in der Tat gar nicht mal so schlecht. Um ehrlich zu sein, roch ich immer extra an diesem gelben, manches Mal grünlichen Muttermilchstuhl. Der duftet so süßlich. Aber dann, sobald ein bisschen weniger gestillt und mehr echtes Essen gegessen wird, dann geht es kontinuierlich bergab mit dem Geruchserlebnis. Karottenkacke geht noch, sobald Fleisch der Beikost hinzugefügt wird, ist es vorbei mit niedlich. Dann wird es richtig unappetitlich.

Trotzdem: Es ist das eigene Kind und daher hält sich da der Ekel in Grenzen. Außerdem wächst man ja quasi in diese Arbeit rein. Sogar an das Aufwischen diverser Malheure kann man sich gewöhnen. Eine unserer Annas hat gefühlt Jahre benötigt, bis es geschafft, sich im Zuge diverser Magen-Darm-Infektionen nicht mehr neben – je nachdem – Kübel, Waschbecken, WC, Topf zu übergeben. So mussten wir regelmäßig nächtens ausrücken und allerlei Gebröckel von allerlei Gegenständen des Kinderzimmers zu wischen.

Von den Tonnen an Bettwäsche, die bei uns im Haus bereits angekotzt wurden, rede ich gar nicht. Die kann man dann ja auch nicht einfach in die Waschmaschine stopfen. Das muss dann ja vorher alles in der Badewanne abgeduscht werden. Pfui Teufel! Schon mehrmals war ich kurz davor, mich selbst noch dazu zu übergeben. Wär auch keinem aufgefallen.

Auch wenn es aus dem Körper des eigenen kleinen lieben Kindes gekommen ist, bei rückwärtsgegessenen Spagetti Bolognaise hört  sich der Spaß auf. Das ist nicht lieb.

Als ich selbst zum ersten Mal von so einem MDV (Magen-Darm Virus) heimgesucht wurde, dachte ich, das ist es jetzt mit mir gewesen, es ist aus und vorbei. Geburt ist ein Klacks dagegen. Gut, meine Geburten waren allesamt ganz okay. Schließlich kriegt man ja was für seine Qualen. So habe ich das zumindest für mich argumentiert, wenn die Gebärerei recht heftig wurde. Und dann habe ich an alle möglichen und unmöglichen Dinge gedacht, die ich mir in nächster Zeit als Belohnungen kaufen könnte. Und kurz vor Ende habe ich jedes Mal geschworen, das nächste Kind per Kaiserschnitt zu entbinden. (Was ich dann aber eh nie gemacht habe.)

Zurück zum MDV. Den sich einzufangen – was mit Kindern in regelmäßigen Abständen passiert – ist ja wirklich laff. Von dem hat man ja gar nichts, außer ein paar Kilo weniger, die danach aber recht rasch wieder oben sind. Das einzig Gute daran ist, dass er schnell wieder vorbei ist.

Aber da wir schon bei gesundheitlich bedingten Grausligkeiten sind: Schnupfen ist ja auch so eine Sache!  Vor allem bei kleinen Kindern. Sobald sie sich dann mal selbst schneuzen können, wird es ein bissl besser. Wobei meine Kinder ja, obwohl sie nun schon in der Schule sind, lieber ständig den Rotz raufziehen, als einmal ein Taschentuch in die Hand zu nehmen. Aber immerhin steht der Rotz nicht oberhalb der Lippe… .  Denn diese ständig laufenden Nasen bei diesen kleinen, zum Schneuzen noch unbegabten Wesen, die sind schon irgendwie ekelhaft. Diese gelben Rotzglocken! Diese dicken Nasenmänner in Folge. Dieser im ganzen Gesicht festklebender, eingetrockneter Schleim!

Wenn der Rotz mit Zahnen zusammenhängt, dann potenziert sich der Grauen ja noch weiter! Denn zum Schleim kommt Sabber! Und dann wollen sie auch noch Bussis austeilen. Danke, bitte, heute mal nicht!

Nur so der Vollständigkeit halber untenstehend noch eine Liste diverser anderer Alltagsgrauen von und mit und durch Kinder, die ja selten jemand wirklich beim Namen nennt:

  • Nacktschnecken im Mund oder auf nackten Füßen
  • Kinderhandinnenflächen – immer klebrig, feucht, schwitzig
  • Mit WC-Bürste frisierte Haare
  • Div. Exkremente div. Tiere (Hasen, Hühner!) im und rund um den Mund

Usw. usf.

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